Neuer Rettungsweg wird komfortable Wegeverbindung für Rad- und Fußverkehr
Zwischen dem 16. März und dem 26. Juni 2026 hat die Fa. Strabag AG die Verlängerung des Waidmannsweges im Ortsteil Borgsdorf als Rettungswegverbindung zur Straße Am Waldfriedhof in Birkenwerder termingerecht ausgeführt.
Mit dem Ausbau gibt es nun eine Verbindungsstraße zur Nutzung als Rettungsweg, aber auch zur Sicherung der Ver- und Entsorgung beider Kommunen und vor allem als komfortable Wegeverbindung für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmende.
Anlass der Maßnahme war die unzureichende Erreichbarkeit der östlich der Bahnanlage gelegenen Siedlungsteile im Stadtteil Borgsdorf. Diese waren bislang nur über den Bahnübergang am S-Bahnhof Borgsdorf oder über den Ortsteil Briese der Gemeinde Birkenwerder erreichbar. Die langen Schließzeiten sowie zeitweise vollständigen Sperrungen des Bahnübergangs durch die Deutsche Bahn beeinträchtigten insbesondere den Rettungsverkehr erheblich. Einsatzfahrzeuge konnten die betroffenen Siedlungsbereiche im Notfall häufig nur mit Verzögerung oder über längere Umwege erreichen. Mit der Maßnahme wurde eine kurze und direkte Wegeverbindung geschaffen, die die Erreichbarkeit der östlichen Siedlungsteile für den Rettungsverkehr deutlich verbessert. Dadurch können Einsatzfahrzeuge schneller am Einsatzort eintreffen und die Versorgung der Bevölkerung im Notfall kann nachhaltig gesichert werden.
Im November 2025 unterzeichneten die Bürgermeister Steffen Apelt und Stephan Zimniok einen Erschließungsvertrag zum Ausbau des Waidmannsweges als alternativen Rettungsweg.
Die Baulänge beträgt insgesamt 165 Meter einschließlich einer zusätzlichen Wendeanlage für LKW am bisherigen Sackgassenende auf der Gemarkung Borgsdorf. Zu überwinden waren hierbei zwei Geländesprünge von 2,30 Meter und 2,70 Meter.
Der überwiegende Teil des Rettungsweges befindet sich auf der Gemarkung Birkenwerder. Die Gemeinde Birkenwerder stellte hierfür ein Teilflurstück ihres Bauhofgeländes zu Verfügung, ohne das die Herstellung des Wegestückes nicht möglich gewesen wäre.
Die Herstellung der Fahrbahn erfolgte in Asphaltbauweise in einer Breite zwischen 3,55 Meter und 5,55 Meter. Die Fahrbahnentwässerung erfolgt über ein Mulden-Rigolensystem (Vorortversickerung).
Zum Schutz gegen unbefugtes Benutzen des Rettungsweges durch motorisierte Fahrzeuge wurden zwei Polleranlagen installiert, die nur von Schlüsselberechtigten bedient werden können, u.a. von den Rettungsdiensten, der Polizei und den Dienstfahrzeugen der beiden Kommunen. Die DB AG hat ihren Zaun zu den Gleisanlagen zeitgleich erneuern lassen.
Der neue Teilabschnitt des Waidmannsweges ist eine Privatstraße mit Verkehrseinschränkungen. Die Stadt Hohen Neuendorf übernahm die Errichtung und Instandsetzung der Straße und ist weiterhin für deren Instandhaltung sowie die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich.
Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro.
Den Abschluss des Projekts soll eine gemeinsame Graffitigestaltung der Rückwand der Lagerboxen der Gemeinde Birkenwerder entlang der Grenzbebauung zum Waidmannsweg bilden. Hierbei werden die Jugendlichen des Jugendclubs der Gemeinde Birkenwerder sowie des Jugendclubs der Stadt Hohen Neuendorf aktiv in die Planung und Umsetzung eingebunden. Ziel ist es, den gemeinsamen Austausch zu fördern und ein sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg im öffentlichen Raum zu schaffen. Die Umsetzung ist derzeit noch in Planung.
Textquelle, Foto und Beitragsbild: Stadt Hohen Neuendorf (AGFK BB)

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Textquelle und Foto: Stadt Hohen Neuendorf (AGFK BB)