Kommunen

Außergewöhnliche Fahrradparksysteme

Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) suchte für den Hauptbahnhof in Salzburg ein Fahrradparksystem, das auf möglichst kleiner Fläche viele Fahrräder unterbringt und für jedermann nutzbar ist. Das Problem an diesem Projekt war, das diese Fahrradanlage auf einer Rampe mit 7% Gefälle entstehen sollte. Mit den äußerst flexiblen Modulen des Easylifts (www.velopa.de) konnte eine Lösung gefunden werden, es entstand im Jahr 2014 eine benutzerfreundliche Parkanlage mit mehr als 600 Stellplätzen.

Fahrradparksystem im Hauptbahnhof Salzburg (Quelle: www.velopa.de)

Im Schulzentrum der Stadt Rutesheim (Baden-Württemberg, Landkreis Böblingen) ergänzt der Bau eines innovativen automatischen Fahrradparksystems BIKESAFE (www.woehr.de) mit 122 Stellplätzen die vorhandene Radabstellanlage in eindrucksvoller Weise. Das Schulzentrum mit ca. 2.100 Schülerinnen und Schülern ist dank zahlreicher Radwege aus allen Hauptrichtungen und einer Fahrradstraße sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar. Bereits vor Inbetriebnahme des neuen Systems im April 2017 wurden an Schultagen 400 Fahrräder an den vorhandenen Anlagen abgestellt.

Die Bedienung erfolgt mit einem persönlichen Chip, der in den Schulsekretariaten an interessierte Nutzer ausgegeben wird. Interessant ist das Fahrradparksystem für normale und für hochwertigere Räder, z.B. auch der Lehrer. Die Evaluation der Mobilitätskampagne „Kopf an: Motor aus“ hat ergeben, dass fast die Hälfte der Nichtradelnden als einen wichtigen Grund für ihr Verhalten angaben, dass sie am Ziel ihr Fahrrad nicht sicher parken könnten. Dem kann mit der neuen innovativen Lösung entgegen gewirkt werden.

Das Projekt wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Fahrradparksystem am Schulzentrum Rutesheim (Quellen: www.rutesheim.de, www.woehr.de)